Reiner Flassig
Wenn Steine rollen...

Mein Spruch: Steinmetze ruhen in sich. Aber wenn sie sich bewegen, sind sie wie "rollende Steine" kaum aufzuhalten!

 Informationen/Beiträge im Jahr 2018:

Am 13. Juni 2018 erschien auf der Natursteinmesse Stone+tec mein neues Buch Steinmetz-Kalkulation - einfach und professionell. Das Arbeitsbuch für Naturwerksteinarbeiten mit CD.

Die Steinmetz-Kalkulation ist ein Ringbuch im  Format DIN A4 mit 122 Seiten und 121 Kalkulationsarbeitsblättern, die auch auf einer CD dem Buch beigelegt ist.

In der Steinmetz-Kalkulation geht es im Wesentlichen um zwei zentrale Themen: erstens um mehr Gewinn durch präzise Kalkulation und zweitens um einfache und praxisnahe Kalkulationsverfahren. Mehr über den Inhalt erfahren Sie durch einen Klick weiter unten.

Das Buch kann auf auf natursteinonline.de versandkostenfrei bestellt werden. Es kostet  98,00 €.






27. März: Nochmal Skurriles aus der Zunft!

Erneut von Eugen Weiss in "Steinmetzart und Steinmetzgeist" auf Seite 123/124:

"Das auf einem Steinhauerplatz (Steinmetzwerkstatt) am häufigsten vorkommende Wort ist Bauer... (Denn) kleine Bauern (Loch in der Steinoberfläche, ein Mißgeschick, das beim Bearbeiten einer Steinoberfläche entsteht) werden mit Schellack (Ausscheidungen der Lackschildlaus) gekittet... Früher hingegen unterhielt man - uns heute eigenartig anmutend - zu dieser äußerst wichtigen Sache auf jedem (Steinhauer-)Platz Deckelschnecken, welche die Lehrlinge im Frühjahr fangen mussten, und presste ihnen bei Bedarf den Klebstoff, der hinten am Schwanzende sitzt, aus". (Zitat unverändert übernommen, Einfügungen mit () von mir)

Wenn ich das richtig verstanden habe: Deckelschnecken können sich in ihr Gehäuse zurückziehen und dabei dieses mit einem Deckel aus Kalk verschließen. Eigentlich sind diese Schnecken mehr bekannt als Weinbergschnecken, siehe hier auf spektrum.de.

7. März: Skurriles aus der Zunft! 

Zitat des Mystikers Eugen Weiss in seinem Buch "Steinmetzart und Steinmetzgeist", das im Jahr 1927 erschien:

Der Steinhauerspott ist, wie wir reichlich bemerken können, einfach zum Fürchten, so zum Fürchten, daß ihm selbst der Teufel aus dem Weg geht. Als nämlich einmal die Steinernen (Steinmetze) den Leibhaftigen (Teufel) erwischt und festgenommen hatten, meinte er, sie könnten ihn überall hinbringen, sie könnten ihm sogar den Schwanz abhacken, wenn sie wollten, es sei ihm alles gleich, nur an einem Steinhauerplatz (und Steinmetzwerkstatt) sollten sie ihn sie nicht vorbeiführen...Als über den (Räuber) Schinderhannes der Stab (Todesurteil) gebrochen war und er noch einen letzten Wunsch aussprechen durfte, war er der gleiche, wie der des Teufels: "Führt mich auf dem Weg zur Richtstätte an keinem Steinhauerplatz vorbei!" Der Steinhauer selbst will aber nicht einmal tot an dieser Stätte des Grauens vorbei und hat das Wort: "Wenn ich einmal gestorben bin, tut mir die letzte Liebe und tragt mich an keinem Steinhauerplatz vorbei." Deswegen wollen wir uns es uns alle merken: weder lebend noch tot an einer Hütte der Steinhauer vorbei, wenns nicht gerade sein muss"! (Zitat auf Seite 171/172 unverändert übernommen, Einfügungen mit () sind von mir)

Mein berufliches Kurzporträt (hier erfahren Sie durch einen Klick mehr über meinen beruflichen Werdegang):

Mein Name ist Reiner Flassig (Jahrg. 1949). Ich bin Diplom-Volkswirt, Steinmetz- und Steinbildhauermeister. Als Leiter des Steinmetzzentrums Königslutter war ich jahrzehntelang bis zu meinem Dienstaustritt beschäftigt. Ich habe mehrere Fachbücher und Artikel in Fachzeitschriften im Wesentlichen zu betriebswirtschaftlichen und fachlichen Themen veröffentlicht.

Des Weiteren halte ich Seminare zu obigen Themen ab und habe früher auch Meister- und Steinrestauratorenschüler im Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerks unterrichtet.